Consort für Alte Musik & Neue Perspektiven.


opia vereint Musiker:innen, die sich gemeinsam auf die Suche nach klanglicher Vielfalt, rhythmischer Finesse, musikalischer Sensibilität und experimenteller Spielfreude begeben. Gegründet von Eva Leonie Fegers, Alina Loewenich und Fabio Kapeller, widmet sich das Consort besonders der Musik des 15. bis frühen 17. Jahrhunderts. opia erschafft Konzertprogramme, in denen historische Aufführungspraxis mit eigenen künstlerischen Impulsen und musikdramaturgischen Elementen zu lebendigen musikalischen Erzählungen verbunden wird.

Seit seiner Gründung konzertiert opia bei renommierten Festivals und Konzertreihen im In- und Ausland, darunter das zamus: early music festival, die Festspiele Alter Musik Innsbruck, das Festival Grafenegg, die Serenaden des Brucknerhauses Linz, das Shakespeare Festival im Globe Theater Neuss sowie der Hohenloher Kultursommer. Bereits im Gründungsjahr erreichte das Ensemble das Finale der Tel Aviv Recorder Competition und wurde kurz darauf Finalist beim Concorso di Musica Antica Maurizio Pratola in L'Aquila. Zudem wirkte opia mehrfach an Radioproduktionen des WDR, BR-Klassik und von Ö1 mit.

Zur Realisierung ihrer musikalischen Visionen arbeitet opia eng mit verschiedenen Musikerinnen und Künstlerinnenusammen. So entstehen persönliche, innovative Konzertformate, die historische Musik mit neuen ästhetischen Ansätzen verbinden. 2020 veröffentlichte das Ensemble seine erste CD anima mea, 2023 folgte bei ARS Produktion das Album as you like it.

as you like it. Trailer
{Video & Sound: Agafia Popowska, Live in Concert, Brotfabrik Bonn, May 2025}

Claudio Monteverdi (1567-1643) Sì dolce è'l tormento from: Quatro Scherzo delle Ariose Vaghezza Venice: Alessandro Vincenti, 1624 Arrangement: opia

lullay. Trailer
{Video & Sound: Agafia Popowska; Live in Concert, Linz,
January 2025}

Ξ xi Trailer

{Video & Sound: Agafia Popowska; Live in Concert, Brotfabrik Bonn, February 2025}

Thomas Ravenscroft (1582-1635): A Round of Three Country Dances in One
{Video: Agafia Popowska, Sound: Jonas Beck, Passau, January 2025}

Anonymous: Galliard
{Video & Sound: opia, Bunker K101, Köln, June 2026}


 

CD: as you like it.

Nach dem intensiven Hören der CD, die ein mehr als nur ein facettenreiches Gesamtwerk ist, passt Shakespeares Devise “Die ganze Welt ist eine Bühne”. Rasant wechseln auch in der Auswahl der Musikstücke hier Gefühlszustände und Schauplätze. Alles ist Verwandlung. Alles ist Fantasie. Alles ist möglich - und vieles dreht sich um die Liebe.
— VERA MARZINSKI, ORCHESTERGRABEN, 20.3.2024
Five stars: A phenomenal release: carefully planned, brilliantly recorded, and impeccably executed.
— COLIN CLARKE, FANFARE MAGAZINE, 02/2024
opia schafft es auf beeindruckende Weise, sowohl der Vergangenheit, aus der ihre Musik wie auch Instrumente stammen, als auch der Gegenwart gerecht zu werden, ohne ein Ungleichgewicht zu erzeugen. Mit ihrer Kunst ist opia ein mehr als komplizierter aber durchweg überzeugender Balanceakt zwischen gestern und heute gelungen.
— ANAIS MUSCHTER, KONZERTREZENSION SHAKESPEARE-FESTIVAL NEUSS, RHEINISCHE POST, 21.05.2024
 

 

members

 

Eva Leonie Fegers

Eva Leonie Fegers ist eine in Wien lebende und arbeitende Musikerin – Blockflötistin, Sängerin, Musikpädagogin und musisch-künstlerisch-kreativ-Schaffende.

 

Alina Loewenich

Alina Loewenich ist Musikerin, Blockflötistin und (Theater-)Performerin. Von Bonn aus widmet sie sich als interdisziplinär tätige Künstlerin verschiedensten Projekten.

 

Fabio Kapeller

Fabio Kapeller ist ein in Wien ansässiger Perkussionist und Kulturmanager.

Verbundene Künstler:innen: Julia Willeitner, Alexander Gergelyfi, Friederike Vollert, Mauro Colantonio, Bryan Benner, Paula Pinn, Magdalena Kelz, Flóra Fábri, Adriaan Lauwers, Agafia Popowska

impressions

 

programme

as you like it.

Wie es beliebt – scherzhaft, sinnlich, dramatisch.

In die musikalischen Tiefen dieses Spiels begibt sich opia – lässt Literatur der Renaissance bis zum Frühbarock miteinander verschmelzen.

Die MusikerInnen interpretieren in diesem atmosphärischen Programm sinnliche Lieder und schwungvolle Tänze mit Gesang, Blockflöten, Gambe, Cembalo und Perkussionsinstrumenten. In unterschiedlichen Besetzungen variieren sie die Klangfarben von intimer bis prachtvoller Kammermusik und eigenen Quodlibets.

Inspiriert von der Shakespeare’schen Verwechslungs-Komödie bewegen auch wir uns musikalisch zwischen den Welten: Entdecken das savoir vivre am französischen Hofe, eilen ins g‘sellige Wiener Wirtshaus, flüchten vor der Pest in die warme Umarmung der englischen Melancholie, überwinden mitten in der deutschen Waldeinsamkeit rauschender Flüsse, spüren den milden Westwind Italiens auf unserer Haut, und träumen des Nachts an der spanischen Küste von der großen Liebe.

Besetzung: Gesang, Blockflöten, Gamben, Cembalo/Lauteninstrumente, Perkussion & Rezitation.

lullay.

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Lieder: Der warme Klang der Musik vermittelt Geborgenheit.

Lieder mit sanften Melodien, repetitiven Motiven, die das Kind beruhigen, in den Schlaf wiegen. Die Tradition des Schlafliedes findet sich in allen Kulturen – so können wir annehmen, dass wohl auch Maria und Joseph ihrem neugeborenen Sohn an der Krippe Lieder vorsangen: Aus Liebe und Fürsorge, vielleicht um Angst und auch Schmerz zu lindern. 

Es ist überliefert, dass auch die Hirten und Engel musizierten: Lobgesänge und freudige, feierliche Klänge über die Ankunft Gottes auf Erden. Gott, der Mensch geworden ist, um uns zu erlösen: Das Wunder der Geburt Jesu.

In lullay. erklingen Werke der Advents- und Weihnachtszeit, die von Innigkeit, Hoffnung und unermesslicher Freude künden. Vokal- und Instrumentalmusik, die zur inneren Einkehr einlädt, zur Ruhe, aber auch zur Feier der Inkarnation Gottes und des Zauber des Lebens.

opia interpretiert altes Liedgut in überlieferten oder eigenen Sätzen. Kompositionen u.a. von Michael Praetorius, Biagio Marini, Johann J. Froberger, Samuel Scheidt, Johann Schop, William Byrd und von anonymer Hand im Original, arrangiert und diminuiert von den Musiker:innen.

Besetzung: Gesang, Blockflöten, Gamben, Cembalo/Lauteninstrumente, Perkussion & Rezitation.


Ξ xi

Mit Ξ xi begeben sich drei MusikerInnen in die spannungsvoll-experimentelle Klangwelt und improvisatorische Musikpraxis des 14. Jahrhunderts. Weltliche und geistliche Musik voller kompositorischer und klanglicher Dichte, rationaler Strukturen und expressiver Melodik. In der französischen Ars nova entwickelten sich neben der Notationspraxis auch die Polyphonie sowie kunstvolle Liedformen, wie Ballade, Rondeau und Virelai – allesamt komplexe und ausdrucksvolle Kompositionen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich um die Zeit in Italien, wo beliebte weltliche Gattungen mit stilisierten Thematiken verbunden werden. Klangmalerischer Ausdruck rasanter Jagdszenen, kunstvoller Poesie, ruhiger Schäferidyllen und natürlich: die Liebe darf auch nicht fehlen.

Es erklingen Werke von Landini, da Bologna, da Firenze u.a.

Besetzung: Blockflöten, Rezitation, Gesang & Perkussion.


anima mea

Die Seele vereint die Vielfalt aller Emotionen und der geistigen Prozesse. Während des Mittelalters und der Renaissance wurde die Existenz der Seele, die nach damaliger Ansicht auch körperliche Vorgänge steuerte, nicht nur dem Menschen, sondern allen Lebewesen zugewiesen.

Das Programm anima mea verbindet französische und italienische Vokal- und Instrumentalmusik aus dem 14.-16. Jahrhundert – der Ars nova, dem Trecento und der Renaissance. Aus der Entwicklung der mehrstimmigen Musik bis hin zur komplexen Kontrapunktik. Instrumentiert, arrangiert und rekomponiert für Gesang, Blockflöten, Fidel, Viola da gamba und Perkussion.

Es erklingen Kompositionen von Machaut, Landini, da Nola, Scotto u.a.

ad astra

Bis hinauf in den Sternenhimmel erklingen Lieder der Liebe – sie erzählen von Freude und Schmerz, Begierde und Verzweiflung, Innigkeit und Zurückweisung.

Musikalisch befinden wir uns in den italienischen kulturellen Zentren des 16. Jahrhunderts: Rom, Mailand, Neapel und Venedig. Melancholische als auch humorvolle Lieder und schwungvolle Tänze erzählen von dem Menschen und seiner Suche nach der Liebe.

Mit Blockflöten, Renaissance-Traverso, Gesang, Viola da gamba und Perkussion interpretiert opia Werke von Fattorin da Reggio, Vincenzo Ruffo, Giovanni da Nola u.a.

Besetzung: Blockflöten, Gesang, Gamben, Perkussion & Rezitation


l’amour fou

So unvorhersehbar und vielfältig wie die Liebe selbst sind auch ihre Lieder.


Im Fokus des Programmes stehen Liebeslieder der Renaissance: aus Spanien, England, Frankreich und Italien – interpretiert mit Blockflöten, Gesang und Perkussion. Die Werke kreisen um das Thema der Liebe und die verschiedenen Gefühlszustände der Liebenden: Hoffnung und Enttäuschung, Glückseligkeit und Verzweiflung, Begierde und Verachtung spiegeln nur einen Bruchteil wider.

Es erklingen weltliche und geistliche Kompositionen des 15. - frühen 17. Jahrhunderts. In dieser Zeit erlebten die mehrstimmigen und komplex kontrapunktischen Kompositionen mit ihren kunstvollen Diminutionen eine enorme Entwicklung – der emotionale, direkte Ausdruck ging jedoch nie verloren.

opia spielt Werke von Claudio Monteverdi, Jacquet de Mantua, Hayne van Ghizeghem, Thomas Morley, Jean de Castro und von anonymen KomponistInnen

Besetzung: Blockflötenconsort & Perkussion.


sonder

sonder { /ˈsɑndɚ/ }betrachtet die Begegnung: Den Moment, wenn wir einander ansehen und das Gegenüber als wertvolles, facettenreiches Individuum erkennen. Der Augenblick der Begegnung trägt die Möglichkeit in sich, aus einem flüchtigen Moment Intimität und Verbindung entstehen zu lassen – berührende Erfahrungen, die Spuren in unserem eigenen Leben hinterlassen und unsere Perspektive auf das Leben und die Menschen erweitern. 

In sonder werden die komplexen Leben, Kulturen und Emotionen klanglich erforscht. Die Musiker:innen mit ihren persönlichen Geschichten und individuellen Klangsprachen begeben sich in den Moment der Begegnung und verbinden sich in den Kompositionen mittels Gesang, Blockflöten, Viola da gamba und Perkussion. 

Es erklingen Werke von John Dowland, Cipriano de Rore, Diego Ortiz, Luca Marenzio, Jakob Arcadelt und Anonymous.


Besetzung: Blockflöte, Gambe, Perkussion, Gesang, Rezitation.




workshops

 

O, Sweet Woods.

Consortmusik der Renaissance

Gemeinsam werden die Klänge der Renaissance erkundet: europäische Instrumental- und Vokalmusik in kleinen Besetzungen und im großen Ensemble.  Mittels Lecture, Teamteaching und gemeinsamen Musizieren führen die 2 opia Musiker:innen und Pädagog:innen in die Welt des Renaissance-Consorts ein.

Zielgruppe:

a) Blocklötist:innen: Das Spielen von mindestens 3 Blockflötengrößen ist Grundvoraussetzung; Lesen von Bassschlüssel erwünscht; Bass-, Großbass- und Subbassblockflöten willkommen, gerne Renaissanceinstrumente mitbringen!

b)Unter Absprache gerne mit gemischter Besetzung: Streichinstrumente, Perkussion, (historische) Holzblasinstrumente 

Inhalt:

  • Lecture: 75 Minuten

  • Ensemblearbeit in Kleingruppen und in großer Besetzung (um genaue Absprache wird gebeten) Gesamtzeit: 240 Minuten

  • Vortragsrunde nach Absprache inkludiert


 

reviews

 
...Oft bin ich einfach mit offenem Mund dagesessen - versinkend in eine Welt, in die Sie mich mit Ihrer wunderbaren Musik entführt haben. Es war tatsächlich eines der allerbesten Konzerte, die ich je erlebt habe. Dazu hat nicht nur Ihr unglaubliches musikalisches Können beigetragen, sondern auch die Art, wie Sie die Stücke vorgetragen haben, und ebenso die Freude, die Sie beim gemeinsamen Musizieren ausgestrahlt haben. Und das alles gewürzt mit dem feinen Humor Ihrer Wortmeldungen. ...
— Publikumsstimme: Gerhard H., Linz, 2024
opia schafft es auf beeindruckende Weise, sowohl der Vergangenheit, aus der ihre Musik wie auch Instrumente stammen, als auch der Gegenwart gerecht zu werden, ohne ein Ungleichgewicht zu erzeugen. Mit ihrer Kunst ist opia ein mehr als komplizierter aber durchweg überzeugender Balanceakt zwischen gestern und heute gelungen.
— ANAIS MUSCHTER, KONZERTREZENSION SHAKESPEARE-FESTIVAL NEUSS, RHEINISCHE POST, 21.05.2024
...überrascht bei seinem Debüt-Auftritt in Neunstetten mit überaus modern und frisch interpretierter alter Musik von Mittelalter bis zum Frühbarock...ein in sich geschlossenes Ensemble, das mit der ganz wunderbaren Sängerin dem sehr gelungenen musikalischen Abend eine ganz besondere Note verleiht.
— STIMME.DE, 31.08.2020
Eva Leonie Fegers brillierte an der Blockflöte, der Renaissance-Traversflöte und mit ihrem wunderschönen Gesang; Alina Loewenich faszinierte an der Blockflöte, Magdalena Kelz begeisterte an der Viola da Gambe; Fabio Kapeller glänzte mit tollen Perkussionsinstrumenten.
— KULTURSTADTRAT MAG. SPEHN, MEINBEZIRK.AT, 27.10.2020